Montag, 25 Juni 2018 11:53

Weibliche A Jugend schafft erneute Oberliga-Qualifikation

Pantherinnen in der Abwehr: v.l. Lucy Jörgens, Sarah Müller, Luisa Lubberich Thomas Schwarz

Die weibliche A-Jugend zog beim Qualifikations-Turnier am Sonntag in Überruhr gegen den TB Wülfrath, den TuS Lintfort sowie die SG Überruhr mit einem zweiten Platz erneut in die Oberliga ein.

Die Mannschaft von Julian Schwarz, Niklas Hein und Thomas Schwarz erwischte bei der Auslosung eine echte Hammergruppe. Neben dem amtierenden Oberliga-Meister, der SG Überruhr, musste man mit dem TB Wülfrath und dem TuS Lintfort gegen zwei Mannschaften antreten, die vom Potenzial her ebenfalls in die Oberliga gehören. Diese starke Gruppe setzte sich durch eine fragwürdige Praxis bei der Auslosung zusammen. Hier wurden die Pantherinnen nämlich trotz Nordrheinliga-Qualifikation 16/17 sowie dem vierten Platz in der vergangenen Oberliga-Saison, die man hinter dem TV Haan als zweitbestes Team des Bergischen Handballkreises abschloss, lediglich als Nachrücker und somit an fünfter Stelle berücksichtigt. Der WMTV Solingen, welcher sich letzte Saison während der laufenden Spielzeit und abgeschlagen auf dem letzten Platz vom Spielbetrieb abmeldete, wurde dagegen als Dritter gesetzt und somit in die vermeintlich schwächere Gruppe gelost. Eine Stellungnahme zu diesem undurchsichtigen Vorgehen bei der Auslosung durch die Verantwortlichen wäre sehr zu begrüßen.

Nun zum Sportlichen.

Im ersten Spiel wartete der TB Wülfrath auf die Pantherinnen. Eine Mannschaft, die man als Favorit und mit der Gewissheit, Zweiter werden zu müssen und die SG Überruhr mit in der Gruppe zu haben, unbedingt schlagen wollte. Der taktisch gut eingestellte Gegner nahm die halb-linke Luisa Lubberich in Manndeckung und deckte gegen die beste Torschützin der Pantherinnen Lucy Jörgens mit seiner stärksten Abwehrspielerin. Im Angriff gingen die Mädchen aus Wülfrath konsequent und leidenschaftlich in die Zweikämpfe und kamen so immer wieder zu einfachen Toren. Da die Pantherinnen im Angriff keine Mittel fanden und zu ungeduldig spielten, konnte der Gegner nach der Halbzeit entscheidend davon ziehen und mit einem 17:11 sogar einen sehr deutlichen und verdiente Sieg einfahren.

Da im Quali-Modus auch das Torverhältnis eine große Rolle spielen kann, war die Ausgansposition schon früh am Tag sehr schlecht. Und jetzt wartete im zweiten Spiel mit der SG Überruhr der ungeschlagene Oberliga-Meister aus der vergangenen Saison auf die Mannschaft. Es hieß gewinnen oder ausscheiden. "Wir haben uns vor dem Spiel in der Kabine noch einmal zusammengerauft und besonders an die mannschaftliche Geschlossenheit appelliert. Wir wussten, dass man in dem Modus mit der kurzen Spielzeit nervös werden kann, wenn es am Anfang nicht läuft und man in Rückstand gerät, auch die SG Überruhr. Genau das haben wir uns vorgenommen, gut und aggressiv ins Spiel zu kommen und sie nach unserem schwachen ersten Spiel zu überraschen", so Co-Trianer Niklas Hein nach dem Spiel. Mit einer Manndeckung gegen die starke halb-linke der SG Überruhr und fünf dahinter aufmerksam und leidenschaftlich verteidigenden Pantherinnen gelang es tatsächlich, den Favoriten aus dem Konzept zu bringen. Früh ging man mit 4 Toren in Front und fand gegen die passive Deckung des Gegners im Zusammenspiel mit Sarah Müller am Kreis immer wieder Lücken. Und Überruhr wurde in der Tat nervös und leistete sich technische Fehler im Aufbauspiel, die die Pantherinnen eiskalt ausnutzten und zur Halbzeit mit 6 Toren davonzogen. Die Phase direkt nach der Halbzeit war die schwächste der Mannschaft. Überruhr kam schnell auf zwei Tore heran, die Halle in Essen wurde richtig laut und plötzlich waren es die Pantherinnen die nervös zu werden schienen. Aus dem Nichts wendete sich das Blatt wieder und durch einen 5:0 Lauf mit zwei Toren durch die stark aufspielende Yasmin Klüppelberg zog man spielentscheidend davon und brachte die Tribüne endgültig zum Schweigen. Am Ende stand ein deutlicher 21:15 Sieg und man hatte wieder alles in der eigenen Hand. 

Im letzten Spiel gegen den TuS Linftort reichte ein Untentschieden für die Qualifikation für die Oberliga. Man wollte das Spiel gegen den vermeintlich schwächsten Gegner jedoch mit der selben Konsequenz angehen wie das vorherige. Durch einen schnellen vier Tore Vorsprung schien das auch zu gelingen. Mit laufender Spielzeit brach die Leistung jedoch immer mehr ein und bereits kurz nach der Pause glichen die Lintforterinnen aus. Es entwickelte sich in einer inzwischen leeren Halle ein merkwürdig lebloses Spiel. Man hatte nicht den Eindruck, dass es um den Einzug in die Oberliga ging. Die Pantherinnen wurden plötzlich nervös, gingen nicht mehr richtig in die Zweikämpfe und agierten im Angriff teilweise konfus. Einer zum Schluss aufdrehenden Mona Weish ist es zu verdanken, dass man ein 11:11 irgendwie über die Zeit rettete. Der eine Punkt reichte um die Quali festzumachen und nächstes Jahr zusammen mit dem ungeschlagenen TB Wülfrath in der Oberliga antreten zu dürfen. Der klare Favorit aus Überruhr, der sogar noch in eigener Halle antreten durfte, wurde durch eine überragende Leistung im zweiten Spiel aus dem Turnier geworfen und wird sich ebenfalls über die Zusammensetzung der Gruppen ärgern.

Panther: Weish (Tor), Neuls, Zell (1), Lubberich (6/1), Sonnenberg (4) , Schwarz, Jörgens (17/1), Falkner, Klüppelberg (3), Schauf (2), Kapteina, Müller (10), Frehn, Behr

 
 
 

 

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