Ein Punkt zum Greifen nah – Panther unterliegen knapp in Rodgau
Endstand: HSH Rodgau Nieder-Roden – Bergische Panther 36:35
Am vergangenen Samstag reisten die Panther zum Tabellenzweiten HSG Rodgau Nieder-Roden. Nachdem Rodgau am vorherigen Spieltag überraschend Punkte gegen Hanau liegen gelassen hatte, war die Hoffnung auf einen möglichen Auswärtserfolg durchaus vorhanden. Umso bitterer war am Ende die Niederlage, die sich erst 4 Sekunden vor dem Schlusspfiff entschied.
Die Partie begann auf beiden Seiten mit enormem Tempo und sehr kompakten Abwehrreihen. Nach rund 13 Minuten setzten sich die Hausherren erstmals etwas ab und gingen mit 9:6 in Führung. Wenig später erhöhte die HSG mit einem 4:0-Lauf auf 13:7. Die Panther blieben jedoch kämpferisch und ließen sich nicht weiter abschütteln. Drei Minuten vor der Pause verkürzte Kaan Taymaz auf zwei Tore, doch Rodgau nutzte die Schlussphase der ersten Halbzeit konsequent und stellte den Pausenstand auf 21:17.
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich unsere Panther deutlich verbessert. Ein starker 0:3-Lauf brachte sie schnell wieder heran und Florian Müller traf nach 3 Minuten zum 21:20. Das Spiel nahm nun richtig Fahrt auf und lediglich 55 Sekunden später erzielte Pascal Hermann den Treffer zum 22:22.
Es entwickelte sich ein intensives und torreiches Duell auf Augenhöhe. Zunächst behielt Rodgau knapp die Oberhand, doch nach 45 Minuten erzielte Raik Flamm die erste Führung für die Panther (28:29). In den darauffolgenden Minuten bestimmten die Panther das Geschehen und lagen bis zur 57. Minute immer wieder mit einem Tor in Führung.
Die Schlussphase hatte es dann in sich: Eineinhalb Minuten vor dem Ende ging Rodgau mit 35:34 wieder in Führung, nachdem die Panther im Angriff leer ausgegangen waren. Nach einer Auszeit gelang es Sebastian Schön, 30 Sekunden vor Schluss, den Ausgleich zum 35:35 zu erzielen. Die Gastgeber nahmen ebenfalls eine Auszeit und suchten im letzten Angriff die Entscheidung. Rodgau versuchte es mit einem Kempa-Trick, der zunächst an der Latte landete. Der Abpraller fiel jedoch erneut den Hausherren zu, die vier Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer zum 36:35 erzielten.
Für die Panther blieb nach einer starken Leistung und großem Kampfgeist eine extrem bittere Niederlage. Trotz der Enttäuschung bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft beim Tabellenzweiten auf Augenhöhe agierte und sich nur hauchdünn geschlagen geben musste.
Torschützen: Meurer (11), Vornehm (4), Hermann (4), Flemm (4/4), Ballmann (3), Taymaz (2), Exner (2), Schön (2), Lindemann (1), Elsässer (1), Müller (1)