Montag, 28 August 2017 08:40

Erster Sieg für die Panther in Liga 3

Die Panther-Abwehr hatte der Gummersbach am Ende im Griff. Kevin Müller

Sechs Minuten vor dem Ende nahm Trainer Marcel Mutz beim 24:25-Rückstand eine Auszeit, um seine Mannschaft taktische neu einzustellen. Die Handballer der Bergischen Panther steuerten auf eine Niederlage bei ihrer Drittliga-Rückkehr hin, beim VfL Gummersbach II lag der Aufsteiger praktisch die gesamte Spielzeit im Rückstand.

„Wir haben uns einfach noch mal eingeschworen und die Konzentration erhöht“, freute sich Mutz, der eine erstaunliche Schlussphase miterlebte. Mit einem 4:0-Zwischenspurt erkämpften sich die Gäste einen 28:25 (12:15)-Erfolg und können direkt zum Meisterschaftsstart durchatmen. „Das war für uns enorm wichtig. Dadurch fällt erst einmal viel Druck weg“, betonte der Coach, der jedoch trotz allem von einem glücklichen Sieg sprach.

Über sechs Minuten sollte es dauern, bis die Panther in Person von Rückraumspieler Alexander Zapf den ersten Treffer zum 1:2 erzielten. Laut Mutz habe sein Team gerade in der Anfangsphase enorm nervös agiert, die Bedeutung dieser Begegnung bei einem direkten Konkurrenten war von Beginn an spürbar. Im Angriff erlaubten sich die Gäste zu viele Ungenauigkeiten, scheiterten zudem immer wieder an VfL-Schlussmann Lasse Hasenforther. Folgerichtig ging es mit einem drei Tore-Rückstand in die Halbzeitpause.

Mutz stellte in Halbzeit zwei sehr erfolgreich um, ließ zum ersten Mal Abwehrchef Dirk van Walsem komplett draußen. Matthias Aschenbroich und Bastien Arnaud übernahmen diese Aufgaben mit Erfolg. Die Panther konnten somit wesentlich schneller aus der Abwehr nach vorne spielen und den jungen Gegner viel früher attackieren. Beim 21:20 (45.) gelang die erste Führung durch Zapf, der mit sieben Toren ein absoluter Aktivposten beim Neuling war. Allerdings verlief das Duell bis in die letzten Minuten hinein ausgeglichen, Aschenbroich hatte neben einer starken Defensivleistung auch mit vier wichtigen Toren großen Anteil am Erfolg. Ein Sonderlob gab es zudem noch für Sven Jesussek, der auf der ungewohnten Halbposition bestens verteidigte und zudem immer wieder durch Tempogegenstöße glänzen konnte. „Wir gewinnen das Spiel am Ende mit drei Toren Unterschied, wir haben in der gesamten Partie keinmal so deutlich geführt. Das sagt ja eigentlich schon alles aus“, meinte Mutz. In jedem Fall kann das Team nun in die ersten Heimbegegnung der Saison gegen die ambitionierte HSG Krefeld recht entspannt an den Start gehen, die Samt- und Seidenstädter müssen gewinnen und die Mutz-Schützlinge können in aller Ruhe sehen, was machbar ist.

Panther: Eigenbrod, Mundhenk (bei zwei Siebenmetern); Zapf (7), Ueberholz (6), Blum (5/5), Aschenbroich, Jesussek (beide 4), Wolter, Arnaud (je 1), van Walsem, Schmitz, S. Hindrichs, Schneider, Hinkelmann. 

Quelle: Bergischer Volksbote / Lars Hepp

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